Features & Funktion

Unter der Magazinklappe finden sich Gearbox und HopUp-Unit.

Wo wir gerade beim originalgetreuen Look & Feel sind: ein paar nette und authentische Features wären da noch erwähnenswert. So ist das Gehäuse wie beim Real-Steel-Vorbild aufklappbar – darunter finden sich übrigens die proprietäre M60-Gearbox und das einstellbare HopUp. Unter der Klappe kann auch ein Deko-Patronengurt angebracht werden, der für noch abgefahrene Optik sorgt, bei Begadi derzeit aber leider nicht verfügbar ist; Suchende werden aber beispielsweise hier fündig.

Wie beim echten Vorbild kann der Lauf des A&K M60 gewechselt werden.

Wie bei einem echten M60 LMG kann auch beim A&K-Modell der Lauf mit wenigen Handgriffen gewechselt werden – zumindest theoretisch. In der Praxis gestaltet sich das jedoch als fummeliger und anfälliger als erwartet. Irritierenderweise besteht der Hebel, mit dem der Lauf ent- und verriegelt wird, nicht etwa aus Stahl, sondern vermutlich aus Aluminium oder Zinkdruckguss. In der Folge segnet der Hebel auch bei nicht übermäßig brachialer Gewaltanwendung gerne das Zeitliche – hier ist also Vorsicht geboten.

Unter dem Lauf findet sich die Gasaufnahme. Hier kann die ROF eingestellt werden.

Ebenfalls dem echten Vorbild nachempfunden ist der beidseitig vorhandene Feuerwahlhebel: Hier gibt es nur S(afe) oder F(ire), und zwar ausschließlich vollautomatisch. Anders als beim Original kann beim Airsoftmodell außerdem noch die Feuerrate eingestellt werden, indem der Schütze die Mutter an der Gasaufnahme unterhalb des Laufs im oder gegen den Uhrzeigersinn dreht.

An dieser Stelle machen wir einen kurzen Abstecher ins Innere der Waffe. Die Einstellbare ROF legt es bereits nahe: Hier wurde ein Mosfet installiert, was für ein besseres Ansprechverhalten sowie optimierte Akku-Laufzeiten sorgt. Und auch die Gearbox hat uns überrascht. Diese ist dank Steckverbindung nicht nur erfreulich leicht ein- und auszubauen, sondern verfügt über einen modernen Microswitch statt über einen Schieberegler. Darüber hinaus wurden hier ab Werk Stahl-Gears und ordentliche Kugellager verbaut – das sieht man gern.

Das integrierte Zweibein ist ein- und ausklappbar sowie höhenverstellbar. Das ist praktisch, da man die Waffe vermutlich ohnehin meistens stationär einsetzt. Nutzt man das M60 dagegen mobil, stören das Zweibein und seine lockere Aufhängung ein wenig; notfalls lässt sich dem allerdings mit Klebeband entgegenwirken.

Die Zielhilfe ist höhen- und seitenverstellbar. Schienen für Zubehör gibt es nicht.

Wird das M60 stationär genutzt, kommt vermutlich die Schulterauflage zum Einsatz. Diese findet sich am Ende der Schulterstütze und kann genutzt werden, um die schwere Waffe bei längerem Gebrauch auf der Schulter des Schützen abzulegen. Die Auflage ist aus Stahl gefertigt und macht einen ausreichend stabilen Eindruck, ist aber wie das Zweibein ziemlich locker aufgehängt und neigt zum Klappern. Auch hier schafft Klebeband Abhilfe.

Schienen für zusätzliches Zubehör bietet das M60 traditionell nicht – der Schütze muss also mit der verbauten Zielhilfe Vorlieb nehmen. Diese ist immerhin voll einstellbar und erfüllt damit ihren Zweck.

Schusstest

Im Test haben wir einen 7,4-Volt Double-Stick-Type verwendet. Passt astrein.

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil – der Performance. Getestet haben wir das M60 mit einem 7,4 LiPo-Akku und 0,20g BBs bei Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad. Dank Mosfet dürfte die Waffe auch mit 11,1-Volt-Akkus keine Probleme haben, Begadi warnt aber davor, dass diese in Verbindung mit einer hohen ROF zu Beschädigungen führen können.

Die Leistung gibt Begadi im Shop mit 0,4 bis maximal 0,5 Joule an – das können wir bestätigen. Was das Schussbild und die Präzision angeht, liefert das M60 durchschnittliche Werte: Auf 10-20 Meter hat man keine Probleme, mannsgroße Ziele halbwegs zuverlässig zu treffen, bei höheren Entfernungen wird das Zielen zur Glückssache. Wer hier etwas mehr herausholen will, dem sei ein leichtes Tuning empfohlen: Mit einem Tuninglauf, einer hochwertigeren HopUp-Kammer und vor allem einem ordentlichen HopUp-Gummi lassen sich die Schussergebnisse deutlich verbessern.

Bei weiteren Tuningmaßnahmen ist auf die Geschossenergie zu achten! Gerade bei 0,5er-Systemen kann ein Abdichten der Gearbox schon ausreichen, um über die zulässigen 0,5 Joule zu kommen.

Fazit

Ganz klar, ein LMG mit 0,5 Joule ist irgendwie sinnlos. Es ist aber auch irgendwie cool und macht irgendwie Spaß, und mehr Argumente braucht doch kein Mensch! Klar kann man noch mehr Geld ausgeben und sich ein noch detaillierteres, realistischeres Modell zulegen, aber sinnvoller wird die Investition dadurch auch nicht…

Das M60 von A&K hat zwar seine Schwächen, ist dafür aber ein echter Hingucker und tut genau das, was es soll – und das auch noch zuverlässig. Das Schussbild lässt sich mit relativ wenig Aufwand entscheidend verbessern, und der Preis von 499 Euro ist zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber durchaus angemessen. Eigentlich schade, dass wir das Teil zurückschicken müssen… 😉

Auf einen Blick
Name: A&K M60
Hersteller: A&K
Antriebsart: AEG (< 0,5 Joule)
Material: Metall u. Kunststoff
Preis: 499,00 Euro
Erhältlich bei: Begadi

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