Die Marke Ares erfreut sich bei Airsoftspielern auf der ganzen Welt großer Beliebtheit. Gleiches gilt für die Untermarke Amoeba, die in den letzten Jahren vor allem mit tollen S-AEG-Modellen überzeugen konnte. Nun hat die Amoeba-Familie mit der innovativen Striker S1 Zuwachs in Form einer Spring Sniper bekommen – die wir uns natürlich genauer angesehen haben.

Im Gegensatz zu manchen anderen Sniper-Modellen erreichte uns die Ares Amoeba Striker S1 bereits fertig zusammengebaut. Im Lieferumfang sind neben der Waffe selbst ein Lowcap-Magazin mit einer Kapazität von 40 Schuss, zwei Innensechskantschlüssel (die im Griffstück aufbewahrt werden können), ein Reinigungsstab aus Kunststoff und ein (nutzloser) „Speedloader“ in Form eines Röhrchens enthalten. Importeur in Deutschland ist German Sport Guns, der Preis beläuft sich je nach Händler auf 200 bis 220 Euro.

Äußerlichkeiten

Amoeba Striker S1

Die Amoeba Striker S1 erinnert an eine M700 mit Magpul-Stock… und ist zu lang für unser Foto-Setup.

Die Waffe ist zum größten Teil aus Polymer gefertigt, lediglich der Außenlauf im „Fluted“-Design, das Hauptgehäuse und einige Internals bestehen aus Metall. Optisch erinnert die S1 an eine Remington 700 mit Magpul Hunter 700L Stock. Die Gesamtlänge beträgt knapp 109 cm, das Gewicht liegt bei gut spielbaren 2,3 Kilogramm – ohne Zielfernrohr und Zweibein, wohlgemerkt. Die Verarbeitung der Sniper ist einwandfrei: Gussnähte sind zwar zu sehen, unschöne Grate sind uns aber ebenso wenig aufgefallen wie klappernde oder wackelnde Teile.

Für mehr Realismus hat Ares sowohl Waffe als auch Magazin mit eigenen Hersteller-Markings sowie falschen Kaliber-Angaben und Warnhinweisen versehen. Die Importeur-Markings von GSG und das F im Fünfeck sind rechts hinter dem Auswurffenster platziert – das wäre auch dezenter gegangen.

Am Schaftende befindet sich eine Gurthalterung, die sich links oder rechts montieren lässt, am vorderen Ende des Handguards gibt es außerdem eine Stahlöse für die Gurtaufnahme oder zum Anbringen eines Zweibeins. Auf der Oberseite verfügt die S1 über eine Weaver-Schiene, auf der Zielhilfen montiert werden können. Unter der Gewindekappe am Laufende verbirgt sich ein 22mm-Gewinde für Schalldämpder und Flashhider, von denen Ares selbst gleich mehrere anbietet.

S1 Modular

Die S1 ist modular aufgebaut. Unter dem abnehmbaren Griffstück verstecken sich Werkzeuge.

Überhaupt ist die Waffe sehr modular gehalten und lässt sich auf Wunsch individuell anpassen: Griffstück, Spannhebel, Wangenauflage und Schaftkappe sind in verschiedenen Varianten erhältlich, die beiden letztgenannten sogar jeweils in einer verstellbaren Version. Die Preise für das Zubehör rangieren je nach Ausführung zwischen vernünftig und happig. Auch Schaft und Handguard sind austauschbar, außerdem gibt es alle genannten Komponenten wie auch die Striker selbst in den Farben Schwarz, Olive, Tan und Grau.

Innovationen, Innovationen

Was viele Spring Sniper nicht schaffen: Das Magazin sitzt hier an der richtigen Stelle, was dem sogenannten „Direkt Feeding System“ geschuldet ist. Dabei gelangen die Kugeln wie bei S-AEGs direkt vom Magazin in das HopUp, was verklemmten BBs vorbeugen und für eine zuverlässige Kugelzuführung sorgen soll. Damit hatten wir während unseres Tests dann auch keinerlei Probleme, allerdings hatten wir wieder mal mit klemmenden BBs im Magazin zu kämpfen. Ein beherzter Reparaturversuch unsererseits endete mit im Raum verstreuten Kugeln, aber immerhin konnten wir die Feeding-Schwierigkeiten so beheben.

S1 Short Stroke

Der Durchladeweg der S1 ist stark verkürzt. Das Open-Bolt-Design kommt ziemlich cool.

Ein weiteres kennzeichnendes Feature der S1 ist der „Compact Power Spring Bolt“. Dieses von Amoeba entwickelte System unterscheidet sich im Aufbau von dem klassischer Spring Snipern und sorgt für einen um etwa 30 Prozent kürzeren Durchladeweg. Das verkürzt und erleichtert den Ladevorgang enorm und ermöglicht so eine deutlich höhere Schussfrequenz. Außerdem ist das System im Open-Bolt-Design gehalten, was nicht nur cool aussieht, sondern auch etwas realistischer wirkt. Zudem ist es so möglich, wie bei einer echten Waffe einzelne BBs direkt in die „Kammer“ – also die HopUp-Unit – einzuführen. Allerdings ist die Waffe so auch anfälliger für Verschmutzungen.

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